Wie Du in 5 Schritten in jedem Gespräch Vertrauen schaffst

Wie Du in 5 Schritten in jedem Gespräch Vertrauen schaffst

Jeder Mensch kommuniziert auf seine eigene Weise. Das ist nicht neu. Und wenn das so ist, ist es nur logisch das auch jeder Mensch auf andere Weise zuhört und aufgenommene Informationen verarbeitet. Auch das hat die Wissenschaft schon vor einiger Zeit bestätigt. Trotzdem machen sich die wenigsten Menschen Gedanken darüber. Jeder redet wie er nun einmal redet und geht davon aus, dass sein Gegenüber immer genau versteht, was man sagen will. Dem ist aber leider sehr oft nicht so. Das ist insbesondere dann ein Problem, wenn der Erfolg eines Gespräches davon abhängt, ob sich die Gesprächspartner vertrauen.

Man hat herausgefunden, dass unser Gehirn die Fähigkeit entwickelt hat aus der Fülle von Informationen, die für uns wichtigen heraus zu filtern. Das ist absolut notwendig um wichtige Entscheidungen treffen zu können. Es gibt also eine Art Filter in unserem Kopf, der automatisch wichtiges von unwichtigem trennt. Was dieser Filter für wichtig hält, hängt zum einen von unserer Persönlichkeit ab und zum anderen von gemachten Erfahrungen. Besonders die schlechten Erfahrungen prägt sich dieser Filter sehr gut ein. Wer als Kind schon einmal auf die heiße Herdplatte gefasst hat, kann das gut nachvollziehen. Und auch die Wichtigkeit dieses Filters, wird so sicher sehr deutlich.

Aber das hat auch zur Folge, dass wir z.B. Worte die jemand anderes an uns sendet, immer nur durch diesen Filter wahrnehmen. Das bedeutet, dass mein Gegenüber zwar dieselben Worte hört, dies aber durch seinen Filter u.U. ganz anders deutet und versteht als ich das tue. Das geht sogar so weit, dass unser Filter bestimmte Informationen ganz ausblendet, wenn er sie für falsch oder irrelevant hält. Das heißt, wir hören oft nur das was wir auch buchstäblich hören wollen. Einiges geht also einfach unterwegs verloren. Das ist nicht nur beim Hören so. Wenn Du schwanger bist, siehst Du plötzlich nur noch schwangere Frauen. Kaufst Du dir endlich Dein langersehntes rotes Traumauto, scheint plötzlich jeder Zweite mit dem Ding herum zu gondeln. Das ist natürlich Quatsch. Man nimmt es einfach nur mehr wahr.

Was bedeutet das nun für Dich als Unternehmer/in?

Jeder kennt den Satz: „Behandle Andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest.“ Nach dem was wir mittlerweile wissen, ist diese Aussage nicht unbedingt immer richtig. Besser wäre: „Behandle Andere so, wie sie selbst behandelt werden möchten!“ Wenn Dein Gegenüber jetzt zufällig ähnlich tickt wie Du ist es klar. Sollte er aber einen anderen Filter haben, macht es absolut Sinn ihn dementsprechend zu behandeln und vor allem in seiner Weise mit ihm zu kommunizieren, damit er auch wirklich versteht was Du ihm sagen möchtest.

Jetzt ist es natürlich oft nicht möglich den Filter einer anderen Person zu erkennen. Aber mit ein paar kleinen Tipps und etwas Aufmerksamkeit von Dir, kannst Du dafür sorgen, das Dein Gesprächspartner sich wohl fühlt, besser nachvollziehen kann was genau Du ihm sagen möchtest und so sehr schnell Vertrauen zu Dir fasst.

Hier sind die 5 Schritte mit denen Du ganz leicht eine angenehme Atmosphäre schaffst und Vertrauen im Gespräch aufbaust:

  1. Verstehe zuerst wie Du selbst tickst und kommunizierst

    Um andere besser zu verstehen und toleranter gegenüber anderen Verhaltensweisen zu werden, muss Du zuerst verstehen warum Du etwas als „anders“ oder „ungewöhnlich“ empfindest. Das geschieht nur, wenn Du Dir im Klaren darüber bist, was für Dich, also in Deiner eigenen kleinen Welt, normal ist und warum. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine die ich seit Jahren im Coaching und im Verkauf verwende ist die Insights MDI Methode. Sie hilft dabei mich selbst und andere Menschen sehr schnell besser zu verstehen und auf sie eingehen zu können. Wenn Dich das Thema Insights näher interessiert frag mich gerne oder, für die Zahlen-Daten-Fakten-Typen unter Euch, schau es dir hier an. 🙂

  2. Spiegel Dein Gegenüber

    Schau und höre genau hin. Ist dein Gesprächspartner dir zugewandt oder nicht. Kommt er Dir nahe oder hält er lieber mehr Abstand? Spricht er schnell und impulsiv oder bedächtig und langsam? Redet er mit Händen und Füßen oder steht er still? Laut oder Leise? Zahlen, Daten, Fakten oder Erlebnisse und Geschichten? Mit ein bisschen Übung ist es leicht zu erkennen, wie der andere kommuniziert. Und dann versuche ihn zu spiegeln. Redet er leise und Du normalerweise nicht, senke Deine Stimme. Steht er ruhig, tu das auch. Dein Gegenüber wird sich sofort wohl fühlen und sich mehr öffnen, auch wenn ihr euch gerade das erste Mal seht. Natürlich sollst Du Dich nicht verstellen, sondern immer nur soweit anpassen, wie Du dich noch wohl dabei fühlst. Und das führt mich zum nächsten Schritt.

  3. Bleib authentisch

    Nur wenn Du authentisch bist, bist Du locker. Alles andere spürt Dein Gegenüber sofort. Übrigens auch am Telefon! Steh zu dem, wer Du bist und was Du tust. Bleib bei der Wahrheit. Wenn es Punkte gibt, die Du nicht teilst oder einfach anders machst, weil das nun mal Du bist, dann sag es ruhig offen. Alles was Du aussprichst, kann nicht zu einem unerkannten Hindernis in der Kommunikation werden.

  4. Höre mehr zu als Du redest

    Die Natur hat uns zwei Ohren und einen Mund gegeben. Und in der Reihenfolge sollten wir sie auch benutzen. Und das ist wichtig. Wir Menschen reden gerne über uns. Auch diejenigen die eher wenig reden, möchten das Gefühl haben, dass sie der Andere wertschätzt und versteht. Das bedarf nicht unbedingt vieler Worte. Überleg mal wann Du das letzte Mal nach einem Gespräch ein gutes Gefühl hattest. Kann es sein, dass Du in diesem Gespräch mehr geredet hast als Dein Gesprächspartner oder zumindest oft über Dich selbst und Deine Ansichten? Darum, gerade wenn Du eine Dienstleistung oder Dich als Person verkaufen möchtest, dann musst Du zuhören, um zu verstehen bei welchem Problem Du Deinem Gesprächspartner helfen kannst.

  5. Stell Fragen

    Hinterfrage die Aussagen Deines Gesprächspartners genau. Aber nicht im Sinne eines Verhörs, sondern um genau zu verstehen was gesagt wurde. Um den Anderen wirklich zu verstehen. Und dann höre wieder zu. Der einfachste Weg Vertrauen aufzubauen ist, wenn der Andere sich von Dir verstanden und ernst genommen fühlt. Und das geht am einfachsten mit fragen und zuhören.

 

Wenn Du nur einige dieser Schritte befolgst, wirst Du feststellen wie einfach Kommunikation und Vertrauensaufbau im ersten Gespräch sein kann. Aber auch hier gilt, wie bei allem was wir normalerweise nicht tun:

Du musst es üben, damit es irgendwann automatisch funktioniert. Hat man es erst einmal verinnerlicht, ist es wie Fahrrad fahren.

Wenn Du magst, gib mir gerne Feedback zu Deinen Erfahrungen damit. Entweder unten in den Kommentaren, per Mail oder über die Facebook Gruppe. Ich freue mich auf Deine Meinung zu diesem und anderen Themen.

Bis dahin, viel Spaß beim kommunizieren und bleib glücklich

 

 

 

Dein

 

 

 

 

 

 

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